Die Geschmacksrichtung „süß" ist eine angeborene menschliche Schwäche. Nur süße Früchte und Honig hatten unsere Vorfahren als Naschwerk über Jahrtausende zur Verfügung. Dann kamen Zuckerrohr, Zuckerrübe und synthetische Süßstoffe dazu.
Heute haben wir in den Europäischen Industriestaaten einen Zuckerverbrauch von etwa 130g pro Tag und Einwohner. Der übermäßige Zuckerkonsum und mangelnde Bewegung induzieren viele der bekannten Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. Über mögliche Risiken der synthetische Süßstoffe wie Aspartame, die Fertiggerichten und Erfrischungsgetränken beigemischt sind, wird sehr kontrovers diskutiert. Eine gute (englisch-sprachige) Seite ist das Blog von Dorway ...mehr
Das Verlangen der Konsumenten nach einem geschmackvollen Süßungsmittel, ohne gesundheitliche Nebenwirkungen zu haben, ist also mehr als verständlich. Was liegt da näher, als sich jener Alternative zuzuwenden, die seit Jahrhunderten in Südamerika zum Süßen von Speisen und Getränken genutzt wird und seit Jahrzehnten im asiatischen Raum in Gebrauch ist: Stevia rebaudiana.
Der Gebrauch von Stevia rebaudiana und ihren süßen Inhaltstoffen (Steviol Glykoside) als Süßungsmittel ist einfach und hat gegenüber anderen Süßstoffen viele entscheidende Vorteile:
Viele verschiede Anwendungsmöglichkeiten zu Stevia sind bekannt: als Tafel-Süße, in Getränken, Süßigkeiten; Konfitüre und Marmelade, Yoghurt, Kaugummi, Gebäck, Speiseeis. Die getrockneten Blätter der Stevia-Pflanze sind etwa 40 mal süßer als Zucker.
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Zu beachten ist die hohe Süßkraft von Steviosid. Sie liegt bei optimaler Dosierung etwa bei Faktor 300 gegenüber Zucker. Man sollte also in der Küche unbedingt die Gerichte abschmecken. Die Industrie wiegt die optimale Menge Steviosid bei der Verarbeitung in Fertiggerichten genau für ein entsprechendes Gemisch ab.
Es haben sich auch schon Hersteller, Pepsi mit der Marke PureVia und CocaCola mit Truvia, bereits die Rechte gesichert ein entsprechend mit Stevia rebaudiana gesüßtes Getränk auf den Markt zu bringen.
Die geschmacklichen Eigenschaften von Steviosid sind vornehmlich abhängig von deren Reinheit und dem Anteil an Rebaudiosid A und F. Gegenüber Zucker sind Stevioside nicht in der Lage Speisen zu konservieren (Beispiel: Marmelade). Eine Bräunung von Gebäck oder auch eine Karamellisierung findet nicht statt. Stevioside können selbstverständlich durch Hefen nicht verstoffwechselt werden.
Rezepte finden Sie heute bereits in Englischer und Deutscher Sprache und natürlich hier auf unserer Seite unter »Rezepte«.
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